Stadtpark-Geschichte
bis 1715
Ein erster Beleg über die Nutzung des westlich der historischen Kernstadt gelegenen Bereiches stammt aus dem Jahr 1475. Aus dem ursprünglichen Besitz der Landesherren sind über die Jahrhunderte einzelne Grundstücke an die Kirche, Adel, aber auch Dessauer Bürger vergeben worden. Diese Flächen jenseits der Stadtmauer und des Grabens werden als Gärten genutzt, die teilweise bereits eher aufgelockert bebaut und bewohnt sind.
bis 1770
Der Wunsch Fürst Leopolds nach einer repräsentativen Prachtstrasse in seiner Residenz erfüllt sich nur schleppend. Von den gebauten Häusern konnten nur wenige hohe Ansprüche erfüllen. Um selbst entsprechend auf die Situation einzuwirken, entschließt sich der Fürst zum Bau zweier Palais für seine Söhne Prinz Eugen (1-1741 fertig) und Prinz Moritz (5-1740 fertig).
Bis 1809
1780 wurde ein Gartenhaus (1a) als Mausoleum im Palaisgarten gebaut. Unter Erbprinz Friedrich wurde es zur Orangerie umgestaltet, das spätere „Teehäuschen wird Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff zugeschrieben. Das Grabmonument bildete nun eine Pyramide an der nördlichen Mauer des Palaisgartens. Die Eugenspyramide wurde in die große Sichtachse durch das zeitgleich entstehende Georgium (Georgenallee) einbezogen. Im ehemaligen Moritzpalais wird 1785 die Hauptschule (5) eingerichtet. Auf der östlichen Seite der Kavalierstraße entsteht 1777-79 das Herzogliche Hoftheater nach Plänen von Erdmannsdorff (8)
Bis 1834
Die Witwe des 1814 gestorbenen Erbprinzen ließ den Garten des Erbprinzlichen Palais (1- vormals Eugenspalais) im englischen Stil gestalten. Das westlich anschließende Gelände zur heutigen Willy-Lohmann-Strasse hin und weiter über das bereits unter Fürst Franz angelegte Akazienwäldchen bis zum heutigen Tivoli wurde in die Gestaltung einbezogen. An der Kavalierstraße entstand das Palais des Prinzen Georg / Palais Reina – die spätere Anhaltische Gemäldegalerie(3).
Bis 1865
Die Kavalierstraße entwickelte sich weiter. Auf dem heutigen Stadtparkgelände entstand die Anhaltische Landesbank(2), auf der gegenüberliegenden Seite der Straße u.a. die Anhalt-Dessauische Landessparkasse (10).
bis 1890
Infolge der Industrialisierung verändert sich die Stadtstruktur einschneidend, der nördliche Teil des heutigen Stadtparks und die umgebenden Quartiere werden bebaut. Die landschaftlichen Verbindungen gehen weitestgehend verloren. Durch die Anlage der Friedrichsstraße erhält das Areal seine nördliche Grenze. Hier wird von 1872-1875 das Behördenhaus (4) errichtet, in welchem die Anhaltische Landesverwaltung angesiedelt wird. Zwischen Behördenhaus und Palais Reina (3) wird ein Garten (Ministerialgarten) mit Wasserspiel angelegt.
Bis 1930
1927 wurde mit dem Abriss des Herzoglichen Palais der Zugang zum ehemaligen Palaisgarten frei für die Bürger. Ursprünglich wollte man hier das neue Gebäude des Friedrich-Theaters bauen, das 1922 abgebrannt war. Infolge der Weltwirtschaftskrise 1929 verschob sich das Theaterprojekt, das neue Theater wurde zwischen 1935 und 1938 an anderer Stelle (Friedensplatz) errichtet. Am ursprünglich geplanten Standort im heutigen Stadtpark wurde ein Springbrunnen gebaut, sehr einfach, der erste an dieser Stelle (p).
Bis heute
Nach 1933 wurden Blumenbeete mit Kübelpflanzen angelegt. Die kleinen Bauten im Garten wurden
anderweitig genutzt: Das Orangeriehaus für Palmen, das Bauernhäuschen- als Milchausschank, in das Marstallgebäude zogen Gärtner ein, die lange Backsteinmauer an der heutigen Willy-Lohmann-Strasse wurde auf Brüstungshöhe abgetragen, Durchlässe gebaut, um vom Westen in den Garten zu gelangen, ein Verbindungsweg zum Ministerialgarten des Behördenhauses wurde geschaffen.
1936 wurde auf dem Rondell/Stern eine Sonnenuhr aufgestellt und Dahlienbeete angelegt (l), an der Orangerie (1b) entstand ein Rosenbeet, fanden Pflanzenausstellungen statt. Während des Krieges wurden im Stadtpark Gemüse, Kräuter und Kartoffeln angepflanzt.
1945 nach der Zerstörung Dessaus am 7. März bot der Stadtgarten einen traurigen Anblick, Bombentrichter, teilweise vernichteter Baumbestand und Ruinen einstmals prächtiger Bauten. Beräumt erhielt er ab 1950 den Namen Stadtpark, damit begann die Wiederherstellung und Pflege der Anlage.
Lage und Einbindung des Stadtparks
Der Dessauer Stadtpark hat eine Fläche von ca. acht Hektar in unregelmäßiger Form und befindet sich unmittelbar westlich des Bereiches der historischen Kernstadt. In Lage und Ausdehnung schließt er sich an die immer wieder fachlich und politisch diskutierten Innenstadtzentren an (Kreuzung Hauptpost, Marktplatz Zerbster Straße, Museumskreuzung).
Taiji-Qigong-Projekt „Taiji im Park“
Bereits im Stadtparksommer 2009 gab es über mehrere Wochen ein solches Angebot, das auch von einem immer größer werdenden Kreis gern angenommen wurde. Es handelt sich dabei einfach um die Idee, im Rahmen der Belebung des Stadtparks auch einen für alle offen stehenden Gesundheits- und Entspannungskurs im Frühjahr 2010 auf den öffentlichen Flächen des Stadtparks anzubieten.
Treffpunkt ist jeweils 16.15 Uhr am Stadtparkbüro, Willy-Lohmann-Straße 14d
Mit Müller im Park – Theaterspaziergang
Der etwas andere Spaziergang von und mit Jugendlichen für alle Parkliebhaber und solche, die es werden wollen! Unser Parkwächter Herr Müller lädt zu einem besonderen Spaziergang durch seinen Stadtpark (Treffpunkt am Springbrunnen!)
Mit dabei: Die Stelzengruppe des JKS Krötenhof, Kinder- und Jugendzirkus raxli-faxli“, Theatergruppe Emily des Philanthropinums, Tanzgruppe „Blue Lemons“ des Philanthropinums, Theaterjugendclub des Anhaltischen Theaters Dessau, Jugendtheatergruppe des KIEZ e. V.
Im Anschluss Improvisationsworkshop statt. Der Spaziergang endet mit einem Picknick. Das Mitbringen von Picknickkörben ist ausdrücklich erwünscht. Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
„Der größte Kaffeeklatsch in Dessau-Roßlau
Organisiert vom Stadtfrauenrat der Stadt Dessau-Roßlau,
von 15:00 Uhr bis gegen 17:30 Uhr,
„Vielleicht finden Sie bei uns Ihren Lieblingskuchen oder bringen ihn am Besten gleich selber mit…“
Musikalische Umrahmung:
15:00 Uhr „Edgar Jahn“ Unterhaltungsmusik und Folklore
16:00 Uhr „Muldespatzen“
Tanzen im Park
Mit der Salsa Schule Dessau - Stadtparkinsel, Ein unterhaltsamer Nachmittag mit Kaffee, Kuchen, Grillbarbeque, Cocktails und natürlich Tanzen!
Ort: Stadtparkinsel
Stadtpark Open Air Kino
Das Filmprogramm entnehmen Sie bitte dem LEO – Das Anhaltmagazin, der Mitteldeutschen Zeitung sowie auch anderen regionalen Medienpartner!
Ort: Stadtparkinsel
Einlass ist jeweils 60 Minuten vorher!
Eintritt: 5.- Euro! Nur Abendkasse!
Bestellung online: www.anhalt-ticket.de
„Der Park“ von Botho Strauß „Herr Peter Squenz“ v. Andreas Gryphius
Ort: Open Air Bühne im Südteil des Stadtparks Dessau
Mehr Informationen unter www.anhaltisches-theater.de
2. Stadtpark-Grillseminar
„Sommerzeit ist Grillzeit“ – Der Kochverein Anhalt/Dessau e. V. zaubert frische Grillgerichte – 2. Grillseminar im Stadtpark!
Es gibt mehr als Würstchen, Steak und Schaschlik. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Grillgäste mit Köstlichkeiten überraschen können. Mehrere Gänge - vom Geflügel über Fisch, Rindfleisch bis hin zum Dessert - werden vom Team des Anhaltischen Kochverein Dessau e. V. stilvoll verarbeitet und kulinarisch präsentiert. Der Grill glüht, das Gegrillte wird zum Kunstwerk. Für nur 00,00 € können Sie den Profis vom Kochverein Anhalt/Dessau e. V. Tipps und Tricks entlocken, eigene Kreationen ausprobieren und anschließend selbstverständlich verzehren.
Präsentiert und unterstützt wird dieser Abend durch die Mitteldeutsche Zeitung! Veranstaltet vom Anhaltischen Kochverein Dessau e.V. und der Mitteldeutschen Zeitung. (Ort: Stadtparkinsel)
Info und Reservierungen unter 0163-2042574 Olaf Bülow






